I

HITOMI NIIKURA

 

Von der Basler Zeitung und der Bangkok Post für ihren „persönlichen und mitreissenden“ Stil und ihr „geschliffenes, kraftvolles und feines“ Spiel gelobt, verfolgt Hitomi Niikura eine erfolgreiche Karriere als Solistin. Mit ihrer Leidenschaft für Musik hat sie weltweit viele Herzen nicht nur von Fans klassischer Musik gewonnen.

 

Noch als Studentin der Toho-Universität veröffentlichte Niikura 2006 ihre Debut-CD „Song of The Birds“ (Tori no uta) beim Label EMI Music Japan, verbunden mit einem Konzert in der Kioi-Hall in Tokio. Seitdem folgten zahlreiche Auftritte mit Orchestern im In- und Ausland – in Japan mit dem Tokyo Symphony Orchestra, den Tokyo City Philharmonikern, dem Yamagata Sinfonieorchester, dem Japan-Century-Sinfonieorchester, dem Sinfonieorchester Sapporo, den Kansai Philharmonikern, dem Orchester Central Aichi und dem Orchesterensemble Kanazawa, sowie im Ausland mit dem Kammerorchester Basel (Schweiz) und dem Königlichen Sinfonieorchester Bangkok (Thailand). Hitomi Niikura tritt zudem regelmässig in Fernsehen und Hörfunk auf. Nach den Alben „Träumerei“ und „Largo-Salut d’Amour“ folgte 2015 ihre vierte CD „Elgar Cello Concerto“ beim Label Sony Music Direct. Im Jahre 2016 veröffentlichte das Label Live Notes Konzertaufnahmen der Cellosonaten von Brahms und Rachmaninoff und im Februar 2017 kam Niikuras fünftes Album „Inori - Prayer“ wiederum bei Sony Music Direct auf den Markt.

 

Im Jahre 2003 gewann Niikura den IMA-Musikpreis der Ishikawa Music Academy, sowie ein Vollstipendium für das Aspen Music Festival in den Vereinigten Staaten. 2007 wurde sie mit dem Preis des Kirishima International Music Festival beim gleichnamigen Musikwettbewerb ausgezeichnet. Nur zwei Jahre später gewann sie den ersten Preis in der Kategorie Kammermusik beim Internationalen Musikwettbewerb Japan-Rumänien in Tokio. Sie war Preisträgerin des Orpheus Kammermusikwettbewerbs 2015 in Bern und noch im selben Jahr gewann sie den ersten Preis beim International Verão Clássico Festival in Lissabon in der Kategorie Cello. Der Uhrenhersteller Carl F. Bucherer verlieh der Cellistin den Pathos Woman Award im Mai 2016. Weniger als ein Jahr später, im Februar 2017, wurde sie mit dem 18. Hotel-Okura-Musikpreis für ihr umfangreiches Schaffen als Musikerin ausgezeichnet.

 

Zwischen Zürich und Tokio zuhause, geniesst Hitomi Niikura das facettenreiche Leben als Künstlerin. Seit 2014 ist sie stv. Solocellistin bei der Camerata Zürich. Ausserdem tritt sie regelmässig mit der bekannten Klezmerband „Cheibe Balagan" auf. Mit ihr hat sie an zahlreichen Musikfestivals teilgenommen und erweitert so stetig ihren musikalischen Horizont. Zusammen mit dem Modelabel JILL STUART und dem japanischen Luxuskaufhaus ISETAN Mitsukoshi hat sie 2016 Kleider für Musikerinnen und Konzertbesucherinnen designt, ein Projekt, das von Kritikern äusserst positiv aufgenommen wurde. Im August 2017 wurde die Dokumentation „Die Cellistin Hitomi Niikura: Spiel mit dem Wind“ beim nationalen Fernsehsender Fuji TV ausgestrahlt und seit Oktober 2017 erklingt eine Aufnahme des Hitomi Niikura Quartetts als Titelmusik für die bekannte Fernsehsendung „Unterwegs auf den Landstrassen der Welt“ (TV Asahi).

 

Geboren 1985 in Tokio, verbrachte Hitomi Niikura ihre Kindheit in den Vereinigten Staaten und Deutschland, wo sie mit acht Jahren ihren ersten Cellounterricht erhielt. Nach ihrer Rückkehr nach Japan besuchte sie zunächst die katholische Mittelschule St. Hilda und die Toho-High School in Tokio, bevor sie an der renommierten Musikhochschule Toho Gakuen ihr Musikstudium absolvierte. Als Jahrgangsbeste hatte sie die Ehre, im Rahmen des jährlichen Nachwuchskonzerts im kaiserlichen Toka-Konzertsaal vor dem japanischen Kaiserpaar persönlich aufzutreten. Anschliessend schloss sie an der Musikhochschule Basel sowohl das Solistenexamen als auch das Lehrdiplom mit Bestnoten ab. Hitomi Niikura studierte unter anderem bei Jan Vymyslický, Hakuro Mori, Tsuyoshi Tsutsumi, Thomas Demenga und Martin Zeller (Barockcello) und besuchte Kammermusikkurse bei Tsugio Tokunaga und Koichiro Harada.

 

Hitomi spielt ein Cello von Giovanni Battista Grancino (Baujahr 1694), eine Leihgabe der Munetsugu-Collection.